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Erdsonde Tiefe: Bohrgerät auf Raupen im Herbstgarten, zwei Arbeiter von hinten, daneben eine Rolle schwarzes Sondenrohr
Heizungstechnik für Kölner Häuser

Erdsonde: Wie tief in Köln gebohrt wird und wie viele Sonden nötig sind

Erdsonden sind in Köln in der Regel 20 bis 35 m tief, und oft braucht ein Haus mehrere. Wir rechnen vor, wie viele Bohrungen bei welcher Annahme nötig sind.

oder per E-Mail: kontakt@waermepumpe-in-koeln.de

Erdsonden sind in Köln in der Regel 20 bis 35 m tief, und reicht das nicht, werden mehrere gebohrt (Stadt Köln). Der Bericht zum Kölner Wärmeplan nennt als Bohrtiefe die Basis des ersten Grundwasserleiters, meist 25 bis 35 m, im Einzelfall tiefer. Wer in bundesweiten Ratgebern 100 m Bohrung liest, vergleicht etwas anderes, denn diese Zahl ist eine Summe über alle Sonden.

Kennwert Wert Quelle
Tiefe je Sonde in Köln in der Regel 20 bis 35 m, mehrere möglich Stadt Köln
Bohrtiefe im Kölner Wärmeplan meist 25 bis 35 m, im Einzelfall tiefer Bericht zum Wärmeplan, 14.01.2026
Faustregel, Summe der Bohrmeter 100 m Bohrung je 100 m² Wohnfläche, bei 6 kW und ca. 45 W/m Bundesverband Wärmepumpe
Abstand zwischen den Sonden 6 bis 10 m co2online
Flächenkollektor, Fläche 150 bis 200 m² je 100 m² Wohnfläche Bundesverband Wärmepumpe
Flächenkollektor, Tiefe 1 bis 1,5 m Stadt Köln
Gebühr für die Erlaubnis mindestens 250 € Stadt Köln

Für die Planung einer Erdwärmepumpe heißt das, dass wir in Köln zuerst die Zahl der Sonden klären. Eine eigene Kölner Summe an Bohrmetern je Haus gibt es in den Quellen nicht, sie entsteht aus Heizlast und Boden.

Warum gilt die 100-m-Faustregel in Köln nicht?

Als Tiefe je Sonde gilt sie in Köln nicht, weil dort in der Regel an der Basis des ersten Grundwasserleiters Schluss ist. Als Summe der Bohrmeter bleibt sie ein brauchbarer Vergleichswert. Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) rechnet dabei mit einem Haus von 100 m² und 6 kW Heizlast. Dazu setzt er eine Entzugsleistung von rund 45 Watt je Meter an, also die Wärme, die der Boden je Meter Sonde dauerhaft abgibt.

Im Umland kann das anders aussehen. Bonn nennt rund 100 m, und der Endbericht zum Wärmeplan in Brühl führt die Wärmeleitfähigkeit bei 100 m auf. Bekommen Sie für eine Kölner Adresse ein Angebot über eine einzelne tiefe Sonde, fragen Sie, ob die Untere Wasserbehörde das schon gesehen hat.

Wie rechne ich die Sondenlänge aus?

Heizleistung mal (1 minus 1 geteilt durch die Jahresarbeitszahl), geteilt durch die Entzugsleistung je Meter, ergibt die Bohrmeter. Den Rest der Wärme liefert der Strom, deshalb muss nur dieser Anteil aus dem Boden kommen. Jahresarbeitszahl heißt, wie viel Wärme je Kilowattstunde Strom im Jahresmittel entsteht, und bei Erdsonden lag sie im Feldtest des Fraunhofer ISE im Mittel bei 4,3 (3,6 bis 5,4; 13 Anlagen).

Entzugsleistung Bohrmeter je kW Heizleistung, Jahresarbeitszahl 4
60 W/m 12,5 m
50 W/m 15 m
45 W/m 16,7 m
20 W/m 37,5 m

Einen amtlichen W/m-Wert für Köln haben wir nicht gefunden, auch nicht beim Geologischen Dienst NRW. Die gültige Fassung der VDI 4640 Blatt 2 von 2019 rechnet mit der Wärmeleitfähigkeit des Bodens, und bei mehr Sonden sinkt der Wert je Meter. Bei einer Wärmeleitfähigkeit von 2,0 W/(m·K) und 2.400 Betriebsstunden sind es 33,6 W/m für zwei Sonden und 28,3 W/m für fünf. Diese Werte kennen wir aus der Wiedergabe in einem Fachvortrag, die Norm selbst haben wir nicht gelesen. Die Bohrfirma setzt später den Wert aus dem Schichtenprofil ein.

Wie viele Sonden braucht ein Haus mit 8 kW?

Rechnerisch sind es 4 bis 11 Sonden, je nachdem, welche Entzugsleistung und welche Tiefe man ansetzt. Die Heizlast von 8 kW ist dabei selbst schon eine Schätzung.

Beispiel. Haus mit 8 kW Heizlast und einer angenommenen Jahresarbeitszahl von 4, sodass aus dem Boden 6 kW kommen müssen, also 6.000 Watt. Offen sind Entzugsleistung und erlaubte Tiefe, deshalb stehen drei Annahmen nebeneinander.

Annahme Entzugsleistung Bohrmeter gesamt Sonden mit 35 m Sonden mit 20 m
45 W/m, Faustregel BWP rund 133 m 4 7
33,6 W/m, VDI-Wert für 2 Sonden rund 179 m 6 9
28,3 W/m, VDI-Wert für 5 Sonden rund 212 m 7 11

Vier Sonden in einer Reihe brauchen bei 6 bis 10 m Abstand rechnerisch 18 bis 30 m Länge, sieben Sonden 36 bis 60 m. Auf einem Reihenhausgrundstück geht diese Rechnung nicht auf, und auf vielen Grundstücken in Köln wird es ebenfalls eng. Der Bericht zum Wärmeplan stuft weite Teile der Stadt bei Erdsonden als nicht bedarfsdeckend ein und nennt große Flächen als Voraussetzung. Nach einer Studie des Landes von 2015 kann Erdwärme in Köln 29,8 % des Wärmebedarfs der Gebäude decken, ohne die Wasserschutzgebiete 20,9 % (LANUK, Energieatlas).

Wie weit müssen Sonden auseinander und von der Grenze weg?

Zwischen den Sonden nennt co2online 6 bis 10 m. Zur Grundstücksgrenze werden häufig 5 m genannt, weniger nur mit Zustimmung des Nachbarn. Das stammt aus einer Studie, die nicht auf NRW zugeschnitten ist, und eine eigene Vorschrift für Köln haben wir dafür nicht gefunden. Die Wasserbehörde sieht die Abstände im Lageplan des Antrags.

Bei vier Sonden in einer Reihe kämen mit 5 m auf jeder Seite rechnerisch mindestens 28 m Grundstückslänge zusammen. Steht beim Nachbarn schon eine Sonde, fragen wir nach ihrer Lage, weil sie demselben Boden Wärme entzieht. Das Bohrgerät muss außerdem auf das Grundstück kommen, deshalb sehen wir uns auch die Zufahrt vorab an.

Was begrenzt die Bohrtiefe in Köln?

Die Tiefe wird in Köln vom ersten Grundwasserleiter und von der wasserrechtlichen Erlaubnis bestimmt, die die Untere Wasserbehörde erteilt. Über 50 % des Stadtgebiets liegen laut Stadt in Wasserschutzzonen, nach unserer Auswertung sind es einschließlich geplanter Flächen 57 %, und die Stadt spricht dort ausdrücklich von beschränkter Bohrtiefe.

Wasserschutzzone Stadt Köln Rhein-Erft-Kreis (Pulheim, Hürth, Brühl, Frechen)
I und II generell keine Erdsonde generell keine Erdsonde
IIIA Einzelfall generell keine Erdsonde
III und IIIB Einzelfall IIIB nur bis zur Sohle des oberen Grundwasserstockwerks

An der Stadtgrenze gelten also andere Regeln, etwa zwischen Rondorf und Hürth. Innerhalb von Köln ist Chorweiler für Erdsonden der schwierigste Bezirk, denn der Stadtteil Chorweiler liegt nach unserer Auswertung zu 97 % in Zone IIIA, Volkhoven/Weiler zu 37 % in Zone II. In Rodenkirchen trifft es Raderthal mit 52 % und Weiß mit 53 % in Zone II. Das sind gerundete Näherungen, für die einzelne Adresse zählt die amtliche Karte.

Der Antrag geht auf Papier in dreifacher Ausfertigung an die Stadt, mit Lageplänen, Sondenberechnung, Schichtenprofil, dem W-120-Nachweis der Bohrfirma, Sicherheitsdatenblatt und Altlastenauskunft. Die Gebühr beträgt je nach Aufwand mindestens 250 €, eine Bearbeitungsdauer nennt die Stadt nicht. Die Bohrung macht eine Bohrfirma nach DVGW W 120-2 mit verschuldensunabhängiger Versicherung, die wir einbinden; das verlangt auch die Förderung. Mehr zum Verfahren steht bei der Genehmigung.

Wie groß muss ein Erdkollektor sein?

Der BWP nennt 150 bis 200 m² je 100 m² Wohnfläche, gerechnet mit 6 kW und 30 Watt je Quadratmeter. Ein Flächenkollektor liegt in Köln 1 bis 1,5 m tief (Stadt Köln), darf nicht überbaut werden, und tief wurzelnde Bäume gehören nicht darüber.

Die Rechnung läuft wie bei der Sonde, nur je Quadratmeter. Bei einer Jahresarbeitszahl von 4 sind es rechnerisch 30 m² je kW bei 25 W/m² und rund 20 m² je kW bei 38 W/m², für 8 kW also 160 bis 240 m². Die Bodenwerte stammen aus einem Leitfaden der Stadt Hamburg (Sand 25, Lehm 32, Schluff 35, sandiger Ton 38 W/m²), Kölner Werte haben wir nicht.

Wo die Sonde an der Schutzzone scheitert, kommt der Kollektor trotzdem eher infrage. Die Stadt stuft das Verfahren für Kollektoren als wasserrechtlich unproblematisch ein, die Erlaubnis bleibt nötig, und in den Zonen III, IIIA und IIIB ist ein Kollektor grundsätzlich möglich. Einen Reihenhausgarten mit 160 m² freier Fläche gibt es allerdings selten.

Flachdach-Bungalow aus hellem Klinker mit Glasfront, an der Wand ein Außengerät, davor Rasen und ein alter Baum

Was kostet die Bohrung, und rechnet sich das?

Als Richtwert steht in einer Modellrechnung von co2online für die Bohrung 16.000 €, für die gesamte Anlage mit Erdsonde 46.500 € bei 130 m². Bohrmeter-Preise nennen wir nicht, weil es dafür nur Anbieterangaben gibt. Für mehrere kurze Sonden an einer Kölner Adresse haben wir keine neutrale Zahl, klar ist nur, dass jede Bohrung neu angesetzt und angebunden wird.

In der Marktumfrage der Verbraucherzentrale Energieberatung (Preise 06/2026, nicht auf Köln bezogen) liegt die Sole-Wärmepumpe mit Erdsonde bei ca. 56.000 €, die Luft-Wasser-Wärmepumpe bei 36.000 €. Den Vergleich aller Bauarten stellen wir bei den Kosten und im Vergleich der Wärmequellen dar.

Beispiel. Ein Haus braucht 18.000 kWh Wärme im Jahr. Mit den Mittelwerten aus dem Feldtest, 3,4 für Außenluft und 4,3 für Erdsonde, sind das rund 5.300 und rund 4.190 kWh Strom. Bei Heizstrom zu 29,0 Cent je Kilowattstunde (BDEW, Stand 01.10.2026) liegen zwischen beiden gut 300 € im Jahr.

Den Preisabstand von rund 20.000 € vor Förderung holen Sie über die Stromrechnung also nicht herein. Für die Erdsonde spricht dann vor allem das fehlende Außengerät, und die Sonde selbst hat mit mindestens 50 Jahren eine lange rechnerische Nutzungsdauer (BBSR).

Was kostet es bei Ihnen?

Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.

Für die Prüfung brauchen wir zuerst Ihre Adresse

Mit der Adresse klären wir die Schutzzone, dazu kommen ein Lageplan des Grundstücks und der Verbrauch der letzten Jahre. Der erste Termin kostet nichts, die Abstimmung mit der Wasserbehörde gehört zum Auftrag. Nennen Sie uns Ihre Adresse über das Formular oder schreiben Sie an kontakt@waermepumpe-in-koeln.de, dann sagen wir Ihnen, ob Sonde, Kollektor oder eher ein Luftgerät in Frage kommt.

Häufige Fragen

Wie tief wird eine Erdsonde in Köln gebohrt?

20 bis 35 m in der Regel, mehrere Sonden sind möglich (Stadt Köln). Der Bericht zum Kölner Wärmeplan nennt meist 25 bis 35 m bis zur Basis des ersten Grundwasserleiters, im Einzelfall tiefer.

Muss man für Erdwärme 100 m tief bohren?

Nein, jedenfalls nicht mit einer einzelnen Sonde in Köln. Die Faustregel des Bundesverbands Wärmepumpe meint 100 m Bohrung als Summe für 100 m² Wohnfläche bei 6 kW. Diese Summe verteilt sich in Köln auf mehrere kurze Sonden.

Wie viele Meter Erdsonde braucht man pro kW?

12,5 bis 16,7 m je kW Heizleistung, wenn der Boden 60 bis 45 Watt je Meter hergibt und die Jahresarbeitszahl bei 4 liegt. Bei 20 Watt je Meter wären es 37,5 m. Der Wert für Ihre Adresse kommt aus Schichtenprofil und Sondenberechnung.

Wie viele Erdsonden braucht ein Einfamilienhaus in Köln?

4 bis 11 Sonden sind es rechnerisch bei 8 kW Heizlast, je nach Annahme zu Entzugsleistung und Tiefe. Bei 45 Watt je Meter und 35 m Tiefe reichen 4, bei 28,3 Watt und 20 m Tiefe wären es 11.

Wie weit müssen Erdsonden auseinanderliegen?

6 bis 10 m nennt co2online. Bei vier Sonden in einer Reihe sind das rechnerisch 18 bis 30 m Länge. Zur Grundstücksgrenze werden häufig 5 m genannt, eine NRW-Vorschrift dazu haben wir nicht belegt.

Darf ich in einer Wasserschutzzone in Köln bohren?

Nein in den Zonen I und II, dort gibt es generell keine Erdsonde. In den Zonen III, IIIA und IIIB entscheidet die Untere Wasserbehörde im Einzelfall. Über 50 % des Stadtgebiets liegen in Schutzzonen.

Was kostet die Erlaubnis für eine Erdsonde in Köln?

250 € Gebühr mindestens, je nach Aufwand auch mehr (Stadt Köln). Der Antrag geht auf Papier in dreifacher Ausfertigung an die Untere Wasserbehörde. Eine Bearbeitungsdauer nennt die Stadt nicht.

Wie groß muss ein Erdkollektor sein?

150 bis 200 m² je 100 m² Wohnfläche nennt der Bundesverband Wärmepumpe, bei 6 kW und 30 Watt je m². Für 10 kW nennt co2online rund 300 m². Die Fläche darf danach nicht überbaut werden.

Wie tief liegt ein Erdkollektor in Köln?

1 bis 1,5 m, so die Stadt Köln. Auch dafür braucht es eine wasserrechtliche Erlaubnis, die Stadt stuft das Verfahren aber als wasserrechtlich unproblematisch ein. In den Zonen III, IIIA und IIIB ist ein Kollektor grundsätzlich möglich.

Gelten die 20 bis 35 m auch im Umland von Köln?

Nein. Bonn nennt rund 100 m, und im Rhein-Erft-Kreis sind Sonden in den Zonen I, II und IIIA generell unzulässig. In Zone IIIB reichen sie dort nur bis zur Sohle des oberen Grundwasserstockwerks.

Zwei Personen am Eichentisch über einem Grundriss, nur Hände zu sehen, mit Bleistift, Zollstock und Kaffeetasse
Unverbindlich, Antwort innerhalb eines Werktags

Wärmepumpe für Ihr Haus in Köln

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