Wie wir Gerät, Aufstellort und Speicher festlegen
Die Größe rechnen wir aus Ihrem Verbrauch vor und aus den Räumen nach. Danach suchen wir den Platz für das Außengerät und legen den Speicher fest.
Wie groß muss das Gerät sein?
Für die erste Schätzung reicht Ihre Abrechnung, denn Heizöl in Litern geteilt durch 250 ergibt die Heizlast in kW, und bei Gas in Kilowattstunden rechnet man mit 2.500 bis 3.000 Stunden.
| Gas im Jahr |
oder Heizöl im Jahr |
Heizlast rechnerisch |
| 15.000 kWh |
1.500 Liter |
5 bis 6 kW |
| 20.000 kWh |
2.000 Liter |
6,5 bis 8 kW |
| 25.000 kWh |
2.500 Liter |
8,3 bis 10 kW |
| 30.000 kWh |
3.000 Liter |
10 bis 12 kW |
Danach rechnen wir raumweise nach DIN EN 12831 und nehmen die Norm-Außentemperatur Ihrer Postleitzahl, die in Köln zwischen −7,0 und −8,7 °C liegt. Der Bundesverband Wärmepumpe führt dafür eine Klimakarte. Laut Fraunhofer ISE sind viele Anlagen zu groß ausgelegt, und ein zu großes Gerät kostet mehr und taktet häufiger.
Ohne Verbrauchsdaten dienen Richtwerte des Herstellers Bosch als grobe Orientierung, 50 bis 80 W/m² im sanierten und 80 bis 120 W/m² im unsanierten Altbau. Wie wir das im Einzelnen rechnen, steht unter Größe berechnen.
Wo steht das Außengerät?
Meist hinter dem Haus oder seitlich davon, auf einer Stellfläche von 0,5 bis 1,2 m². Ein Beispielgerät mit 1.100 × 765 × 450 mm und 114 kg braucht nach seiner Anleitung links 100 mm, rechts 500 mm, hinten 200 mm, vorn 600 mm und oben 1.000 mm Abstand. Der Luftaustritt soll mindestens 3 m von Gehwegen und gepflasterten Flächen entfernt sein, weil sich dort im Winter Eis bildet. Maße und Fundament stehen unter Platzbedarf.
Auch auf einem großen Grundstück rechnen wir den Schall nach, denn gemessen wird am Fenster des Nachbarn. Ein Gerät mit 50 dB Schallleistung vor der Hauswand zählt nach dem LAI-Leitfaden als 53 dB. Im reinen Wohngebiet müssen dann 5,9 m bis zum Nachbarfenster frei bleiben, im allgemeinen Wohngebiet 3,0 m. Eine Schallschutzhaube zählt für die Förderung nur, wenn sie geprüft und gelistet ist.
Wie viel Speicher ist nötig?
Beim Warmwasser rechnen wir mit 30 bis 40 Litern je Person und Tag, bei vier Personen also mit einem Speicher von 200 bis 300 Litern. Im Feldtest entfielen 19 % der Wärme auf das Warmwasser. Ob zusätzlich ein Pufferspeicher sinnvoll ist, hängt am Gerät, in Angeboten lag er im Median bei 200 Litern. Oft wird im Keller Platz frei, wenn der alte Kessel ausgebaut ist, und ein früherer Öltank lässt noch mehr Raum.