In 46 % der ausgewerteten Angebote war der Umbau des Zählerschranks nicht enthalten, in weiteren 23 % blieb unklar, ob er dabei ist. Muss er gemacht werden, kostet er im Median 2.966 €, in Einzelfällen bis 7.765 €.
Achten Sie auf die Formulierung „Anschluss bis zum bauseits vorhandenen geeigneten Zählerschrank“. Laut Verbraucherzentrale steckt dann nur die Leitung bis zum Schrank im Preis, und „bauseits“ heißt, dass Sie sich um den Rest kümmern. Solche bauseitigen Posten kosteten in der Auswertung des Vorjahres zusätzlich 726 bis 10.432 €.
Ob ein alter Schrank bleiben darf, richtet sich nach den Vorgaben des Netzbetreibers, in Köln ist das RheinNetz, und die Anmeldung läuft über den Elektrofachbetrieb. Von den Kölner Gebäuden mit Wohnraum stammen 47 % aus den Jahren 1949 bis 1978, weitere 14 % aus 1919 bis 1948 und 8 % aus der Zeit davor. Bei Häusern dieses Alters öffnen wir beim ersten Termin den Schrank und schreiben den Umbau ins Angebot, wenn er nötig ist.
Eng damit verbunden ist das Zählerkonzept, also die Frage, ob die Wärmepumpe über den Haushaltszähler läuft oder einen eigenen Zähler bekommt. In 90 % der Angebote steht dazu nichts. Wer bei RheinNetz das Modul 2 nutzen will, braucht einen eigenen Zähler und damit Platz im Schrank; was sich beim Stromtarif in Köln lohnt, rechnen wir dort vor.
Auch andere Posten fehlen oft. In der Auswertung des Vorjahres enthielten nur 42 von 160 Angeboten (26 %) Abgleich, Fundament, Elektro und Montage zugleich. Diese vollständigen Angebote lagen bei 26.298 bis 52.032 €, im Median bei 36.011 €. Liegt ein Angebot deutlich darunter, fragen Sie zuerst, was darin fehlt; die Prüfpunkte dafür stehen unter Wärmepumpe Angebot prüfen.