Ab welcher Jahresarbeitszahl ist die Wärmepumpe günstiger als Gas?
Mit Heizstrom reicht rechnerisch schon rund 1,9, mit Haushaltsstrom braucht es rund 2,5, jeweils mit den Preisen vom 01.10.2026. Die Schwelle können Sie mit Ihrer eigenen Abrechnung nachrechnen, sie lautet Strompreis geteilt durch Gaspreis, mal 0,9.
| Strompreis |
Gaspreis |
Rechnung |
Schwelle |
| 29,0 ct/kWh, Heizstrom, 01.10.2026 |
13,83 ct/kWh, 01.10.2026 |
29,0 ÷ 13,83 × 0,9 |
rund 1,9 |
| 38,9 ct/kWh, Haushaltsstrom, 01.10.2026 |
13,83 ct/kWh, 01.10.2026 |
38,9 ÷ 13,83 × 0,9 |
rund 2,5 |
| 37,3 ct/kWh, Durchschnitt 2026 bisher |
12,23 ct/kWh, Durchschnitt 2026 bisher |
37,3 ÷ 12,23 × 0,9 |
rund 2,7 |
Die letzte Zeile geht für die schwache Anlage schlecht aus. Mit den Durchschnittswerten des BDEW für 2026 kostet das Gas rechnerisch 2.450 € und die Wärmepumpe mit Jahresarbeitszahl 2,6 und Haushaltsstrom 2.580 €. Der Gaspreis vom Herbst liegt über diesem Mittel, deshalb fällt der Vergleich mit jedem Stichtag etwas anders aus.
Beispiel. Dasselbe Haus mit 20.000 kWh Gas, aber mit den Preisen vom Jahresanfang. Am 01.01.2026 lag der BDEW-Wert bei 11,11 ct/kWh, das Gas kostet damit 2.220 €. Der Tarif W2 der RheinEnergie kostet 26,79 ct/kWh und 233,43 € im Jahr. Bei Jahresarbeitszahl 3,4 sind das rechnerisch 1.650 €, bei 2,6 rechnerisch 2.090 €, also nur noch rund 130 € weniger. In der Formel stehen nur die Preise je Kilowattstunde. Mit dem Grundpreis des Tarifs steigt die Schwelle hier von rund 2,2 auf rund 2,4.