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Hände stellen mit einem kleinen Schlüssel das Messingventil an einem weißen Plattenheizkörper ein
Heizungstechnik für Kölner Häuser

Vorlauftemperatur der Wärmepumpe: Reichen Ihre Heizkörper?

Ob die Heizkörper in Ihrem Kölner Haus für eine Wärmepumpe reichen, prüfen Sie an einem kalten Tag. Ziel sind höchstens 55 °C Vorlauf, besser 30 bis 50 °C.

oder per E-Mail: kontakt@waermepumpe-in-koeln.de

Die Vorlauftemperatur einer Wärmepumpe sollte höchstens 55 °C betragen, besser sind 30 bis 50 °C (Verbraucherzentrale, Abruf November 2026). Vorlauf heißt das Wasser auf dem Weg zu den Heizkörpern, und je Grad weniger sinkt der Stromverbrauch um 2 bis 4 %. Wie groß der Abstand werden kann, steht im Herstellerdatenblatt eines Geräts mit 9 kW, das wir hier als Beispiel nehmen, ohne es zu empfehlen.

Außenluft COP bei 35 °C Vorlauf COP bei 55 °C Vorlauf
7 °C 4,48 2,78
−7 °C 2,63 1,80

COP steht für die Wärme je Kilowattstunde Strom in genau diesem Betriebspunkt. Bei 7 °C Außenluft und 35 °C Vorlauf macht das Gerät aus einer Kilowattstunde Strom 4,48 kWh Wärme, bei 55 °C sind es 2,78 kWh. Andere Modelle liegen anders, die Richtung ist bei allen gleich. Bei uns führt deshalb jede Planung im Altbau über die Frage, wie niedrig der Vorlauf in Ihrem Haus sein kann.

So machen Sie den Heizkörpertest

Den Test machen Sie an einem kalten Tag mit 55 °C Vorlauf und allen Thermostaten auf Stufe 3, so beschreibt ihn die Verbraucherzentrale. Sie brauchen dafür nur Ihren bisherigen Kessel.

  1. Warten Sie auf einen kalten Tag, denn der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) rät ausdrücklich zu niedrigen Außentemperaturen. Bei mildem Wetter genügen auch kleine Heizkörper.
  2. Stellen Sie am Kessel den Vorlauf auf 55 °C, meist über die Heizkurve oder die Kesseltemperatur. Wer die Einstellung nicht findet, fragt den Betrieb, der den Kessel wartet.
  3. Drehen Sie alle Thermostate auf Stufe 3, auch in den Räumen, die Sie sonst kühl halten.
  4. Lassen Sie die Anlage bis zum Abend so laufen und gehen Sie dann durch alle Räume.
  5. Schreiben Sie je Raum auf, ob er warm geworden ist, und drehen Sie den Kessel danach wieder zurück.

In Köln kann man auf diesen Tag eine Weile warten, denn das Jahresmittel an der Station Köln/Bonn liegt bei 10,7 °C (Deutscher Wetterdienst, 1991 bis 2020). Einzelne Heizkörper lassen sich vorab mit dem Heizkörperrechner des BWP prüfen.

Ergebnis des Tests Was das heißt Was wir dann machen
Alle Räume werden warm Die Heizkörper reichen für 55 °C Test mit 50 °C wiederholen und den Vorlauf niedriger planen
Ein oder zwei Räume bleiben kühl Einzelne Heizkörper sind zu klein oder falsch eingestellt Erst Ventile und Abgleich prüfen, dann nur diese Heizkörper tauschen
Die meisten Räume bleiben kühl Das Haus braucht heute mehr als 55 °C Heizkörper in größerem Umfang rechnen, Fenster und Dach ansehen, auch eine Hybridheizung vergleichen

Für die Planung reicht der Test allein nicht, dafür vergleichen wir je Raum die Heizlast mit der Leistung des Heizkörpers bei der geplanten Temperatur.

Heizungsbauer von hinten verlegt Rohrschleifen einer Fußbodenheizung auf Noppenplatten, daneben die Rohrrolle

Kann ich meine Heizkörper behalten?

Oft ja, denn im Feldtest des Fraunhofer ISE hing die Effizienz an der Heizkreistemperatur und nicht am Baujahr. Ausreichend große Heizkörper liefen dort ähnlich niedrig wie Flächenheizungen. Im Vorläuferprojekt WPsmart wurden in Häusern der Baujahre 1949 bis 1979 Temperaturen von 31 bis 43 °C gemessen, die Jahresarbeitszahl der Außenluftgeräte lag dort bei 2,5 bis 3,6. Das betrifft in Köln viele Häuser, denn 47 % der Gebäude mit Wohnraum stammen von 1949 bis 1978 (Stadt Köln, Jahrbuch).

Auf ein Haus ganz ohne Sanierung lassen sich diese Zahlen nicht übertragen. Bei den bewerteten Häusern bis Baujahr 1979 waren die Fenster zu 95 % und die Dächer zu 82 % saniert. Unsanierte Häuser hat das Institut nicht als eigene Gruppe ausgewertet, also verlassen wir uns dort auf den Test und die Rechnung je Raum.

Geht eine Wärmepumpe auch mit 70 Grad Vorlauf?

Ja, bis 70 °C ist möglich, es geht aber zu Lasten der Effizienz (Verbraucherzentrale). Für 70 °C haben wir keinen belegten COP, doch schon zwischen 35 und 55 °C fällt das Beispielgerät bei 7 °C Außenluft von 4,48 auf 2,78.

COP eines 9-kW-Geräts bei 35 und 55 °C Vorlauf: 4,48 und 2,78 bei 7 °C, 2,63 und 1,80 bei −7 °C

Die KfW setzt zudem eine Jahresarbeitszahl von mindestens 3,0 voraus, also im Jahresmittel mindestens drei Kilowattstunden Wärme je Kilowattstunde Strom. Der Rechner des BWP für diesen Nachweis reicht nur bis 60 °C Vorlauf. Braucht ein Haus dauerhaft 70 °C, gehen wir deshalb zuerst an die Heizkörper, bevor die Wärmepumpe bestellt wird.

Der Wert von 1,80 aus der Tabelle gilt für einen einzelnen kalten Betriebspunkt und nicht für das Jahr. Temperaturen um −7 °C entsprechen in Köln dem Rechenwert für den kältesten Auslegungstag und bleiben die Ausnahme.

Wie senke ich den Vorlauf, ohne etwas zu kaufen?

Am einfachsten geht das über eine flachere Heizkurve, also die Einstellung, die festlegt, wie heiß der Vorlauf bei welcher Außentemperatur wird. Das können Sie schon am heutigen Kessel ausprobieren. Senken Sie die Kurve in kleinen Schritten, warten Sie nach jedem Schritt ein paar kalte Tage ab und hören Sie auf, sobald ein Raum nicht mehr warm genug wird.

Lassen Sie die Thermostate dabei möglichst offen. Wer die Raumtemperatur über fast geschlossene Ventile begrenzt, hält den Vorlauf höher als nötig. Den Wert, bei dem alle Räume gerade noch warm bleiben, schreiben Sie sich auf, denn mit ihm gehen wir in die Planung.

Was kostet es, Heizkörper zu tauschen?

Ein neuer Heizkörper kostete in den ausgewerteten Angeboten 326 bis 1.207 € je Stück, Median 642 € (Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Auswertung 2025, 18 Angebote aus Rheinland-Pfalz). In den meisten Häusern muss nur ein Teil der Heizkörper raus.

Posten Preis Bezug
Heizkörper tauschen, je Stück 326 bis 1.207 €, Median 642 € 18 Angebote, 2025
5 Heizkörper zum Median rund 3.210 € rechnerisch
10 Heizkörper zum Median rund 6.420 € rechnerisch
15 Heizkörper zum Median rund 9.630 € rechnerisch

In der Auswertung von 07/2026 stand der Heizkörpertausch nur in 23 % der Angebote. Fragen Sie also nach, wenn im Angebot nichts dazu steht und Ihr Test kühle Räume ergeben hat.

Beispiel. Ein Haus braucht 18.000 kWh Wärme im Jahr, die Wärmepumpe erreicht eine Jahresarbeitszahl von 3,4. Das sind rund 5.300 kWh Strom und 1.540 € im Jahr, gerechnet mit Heizstrom zu 29,0 Cent je Kilowattstunde (BDEW, Stand 01.10.2026). Angenommen, fünf neue Heizkörper für rund 3.210 € senken den Vorlauf um 5 Grad. Mit 2 bis 4 % je Grad wären das 10 bis 20 % weniger Strom, also rund 150 bis 300 € im Jahr.

Über die Stromrechnung allein trägt sich der Tausch in diesem Beispiel also erst nach rund 10 bis 20 Jahren. Wir raten deshalb zu neuen Heizkörpern, wenn ein Raum sonst kalt bleibt oder die Jahresarbeitszahl unter die 3,0 der KfW fiele. Wer nur Strom sparen will, schaut zuerst auf Heizkurve und Abgleich.

Was kostet es bei Ihnen?

Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.

Muss eine Fußbodenheizung nachgerüstet werden?

Nein, für eine Wärmepumpe muss keine Fußbodenheizung nachgerüstet werden, solange die Heizkörper groß genug sind. Sie bietet sich an, wenn der Boden ohnehin neu kommt. co2online nennt 20 bis 135 € je m², je nach Verfahren.

Verfahren Preis je m²
Nasssystem 45 bis 130 €
Trockensystem 65 bis 135 €
Dünnschicht 30 bis 100 €
Fräsen im Estrich 30 bis 120 €
Elektrisch 20 bis 90 €

Die untere Grenze der Spanne ist die elektrische Variante, und die läuft ohne Wärmepumpe. Für ein Haus mit 130 m² rechnet co2online im gefrästen Beispiel mit 11.500 €, davon 6.900 € Material, 1.700 € Fräsen und Verlegen, 1.600 € Kellerdecke und 1.300 € Belag. Zum Vergleich kosten 15 Heizkörper zum Median rechnerisch rund 9.630 €.

Im Haus selbst prüfen wir zuerst die Aufbauhöhe an Türen und Treppe. In Vorkriegshäusern mit Holzbalkendecke kommt das Gewicht eines Nassestrichs dazu, weshalb dort eher Trocken- oder Dünnschichtsysteme in Frage kommen.

Warum der hydraulische Abgleich vor den neuen Heizkörpern kommt

Bei kühlen Räumen liegt es oft an den Ventilen und nicht am Heizkörper, deshalb prüfen wir zuerst den Abgleich. Hydraulischer Abgleich heißt, dass jeder Heizkörper über voreingestellte Ventile die Wassermenge bekommt, die sein Raum braucht. Nach Angaben des BWP sind 80 % der Anlagen nicht abgeglichen, und in 90 % ist ein Tausch der Ventile sinnvoll.

Bleibt beim Test ein Raum kühl, während der Raum daneben überheizt, spricht das für einen fehlenden Abgleich. Für die Förderung ist der Abgleich nach Verfahren B ohnehin Pflicht. In den ausgewerteten Angeboten aus Rheinland-Pfalz stand er in 86 % der Fälle, der Einzelpreis lag bei 120 bis 5.300 €, Median 1.071 € (Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Auswertung 07/2026).

Was wir im ersten Termin mit Ihren Heizkörpern machen

Wir gehen durch die Räume, notieren Bauart und Maße jedes Heizkörpers und lesen am Kessel die Heizkurve ab. Haben Sie den Test schon gemacht, legen Sie uns Ihre Liste bereit, dann müssen wir nicht schätzen. Der Termin kostet nichts. Tragen Sie das Ergebnis je Raum ins Formular ein oder schreiben Sie es an kontakt@waermepumpe-in-koeln.de.

Häufige Fragen

Wie hoch darf die Vorlauftemperatur bei einer Wärmepumpe sein?

55 °C nennt die Verbraucherzentrale als Obergrenze, die ein Haus erreichen sollte, besser sind 30 bis 50 °C. Bis 70 °C ist technisch möglich, kostet aber Effizienz.

Kann ich meine alten Heizkörper mit einer Wärmepumpe weiter nutzen?

Ja, wenn die Räume mit 55 °C Vorlauf warm werden, und das prüfen Sie an einem kalten Tag mit dem Heizkörpertest. Bleiben einzelne Räume kühl, reicht meist der Tausch dieser Heizkörper.

Geht eine Wärmepumpe auch mit 70 Grad Vorlauf?

Ja, bis 70 °C ist möglich, es geht aber zu Lasten der Effizienz. Für die KfW sind mindestens 3,0 als Jahresarbeitszahl nachzuweisen, und der Rechner des Bundesverbands Wärmepumpe reicht nur bis 60 °C Vorlauf.

Wie viel Strom spart ein Grad weniger Vorlauf?

2 bis 4 % je Grad, je nach Auswertung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Die eine Angabe lautet 2 bis 3 %, die andere 3 bis 4 %.

Wie mache ich den Heizkörpertest?

55 °C Vorlauf an einem kalten Tag, alle Thermostate auf Stufe 3, so lautet der Test der Verbraucherzentrale. Werden alle Räume warm, geht die Wärmepumpe. Sonst ersetzen Sie einzelne Heizkörper.

Was kostet ein neuer Heizkörper für die Wärmepumpe?

326 bis 1.207 € je Stück, Median 642 € (18 Angebote, Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Auswertung 2025). Fünf Heizkörper kosten zum Median rechnerisch rund 3.210 €. Meist reicht ein Teil der Heizkörper.

Muss für die Wärmepumpe eine Fußbodenheizung nachgerüstet werden?

Nein. Im Feldtest des Fraunhofer ISE liefen ausreichend große Heizkörper ähnlich niedrig wie Flächenheizungen. Eine Fußbodenheizung bauen wir ein, wenn der Boden ohnehin neu kommt.

Was kostet es, eine Fußbodenheizung nachzurüsten?

20 bis 135 € je m² nennt co2online, wobei die untere Grenze die elektrische Variante ist. Für ein Haus mit 130 m² rechnet co2online im gefrästen Beispiel mit 11.500 €.

Ist der hydraulische Abgleich bei einer Wärmepumpe Pflicht?

Ja, für die KfW-Förderung nach Verfahren B. Der Einzelpreis lag in den ausgewerteten Angeboten bei 120 bis 5.300 €, Median 1.071 € (Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Auswertung 07/2026).

Wie stark sinkt der COP bei höherem Vorlauf?

4,48 und 2,78 nennt das Herstellerdatenblatt eines 9-kW-Geräts bei 7 °C Außenluft, der erste Wert gilt für 35 °C Vorlauf, der zweite für 55 °C. Bei −7 °C Außenluft sind es 2,63 und 1,80, andere Geräte liegen anders.

Zwei Personen am Eichentisch über einem Grundriss, nur Hände zu sehen, mit Bleistift, Zollstock und Kaffeetasse
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