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Haus aus dunkelrotem Backstein mit Tonziegeldach, an der Giebelwand ein Außengerät auf einem Betonsockel
Heizungstechnik für Kölner Häuser

Wärmepumpenstrom in Köln: Tarife, Netzentgelte und § 14a

Wärmepumpenstrom in Köln kostet in der Grundversorgung der RheinEnergie 26,79 Cent je Kilowattstunde im Tarif W2. Im Modul 2 fällt das Netzentgelt der RheinNetz auf 1,80 Cent.

oder per E-Mail: kontakt@waermepumpe-in-koeln.de

Wärmepumpenstrom kostet in Köln in der Grundversorgung der RheinEnergie 2026 brutto 26,79 Cent je Kilowattstunde im Tarif W2 und 29,19 Cent im Tarif Modul 1 ET. Dazu kommen jeweils 233,43 Euro Grundpreis im Jahr. In diesen Preisen steckt das Netzentgelt, also die Gebühr für die Nutzung des Stromnetzes, und das berechnet in Köln die RheinNetz. Neue Wärmepumpen über 4,2 kW sind nach § 14a Energiewirtschaftsgesetz steuerbar, und im Gegenzug sinkt dieses Entgelt, je nach gewähltem Modul sehr unterschiedlich.

Die RheinNetz führt im Preisblatt für 2026 neben dem Standardpreis drei Module, hier mit den Bruttowerten.

RheinNetz 2026, brutto Grundpreis im Jahr Arbeitspreis je kWh Zähler
Standard, ohne Steuerung 178,50 € 4,50 Cent vorhandener Zähler
Modul 1, Pauschale 113,74 € weniger 4,50 Cent kein neuer Zähler
Modul 2, niedriger Arbeitspreis 0 € auf dem Wärmepumpenzähler 1,80 Cent eigener Zähler
Modul 3, Pauschale und Zeitstufen wie Modul 1 1,34 / 4,50 / 7,90 Cent intelligentes Messsystem

Modul 1 und Modul 2 schließen einander aus, Modul 3 gibt es nur zusammen mit Modul 1. Alle Werte gelten nur für Köln, denn im Umland sind teils andere Netzbetreiber zuständig, etwa die Westnetz in Hürth und Frechen oder die Stadtwerke in Troisdorf, mit eigenen Preisblättern.

Was kostet Wärmepumpenstrom bei der RheinEnergie?

Die RheinEnergie führt in der Grundversorgung seit 01.01.2026 vier Wärmepumpentarife mit getrennter Messung, die alle unterbrechbar sind. Die Zeile FairRegio ist der Haushaltstarif zum Vergleich.

RheinEnergie 2026, brutto Arbeitspreis je kWh Grundpreis im Jahr
W2, einheitlicher Preis 26,79 Cent 233,43 €
W1, Niedertarif / Hochtarif 24,30 / 28,04 Cent 255,79 €
Modul 1 ET, einheitlicher Preis 29,19 Cent 233,43 €
Modul 1 DT, Niedertarif / Hochtarif 26,70 / 30,44 Cent 255,79 €
Haushalt FairRegio 31,48 Cent 277,33 €

W1 und W2 stehen ohne Modulzusatz auf dem Blatt. Fragen Sie deshalb vor dem Abschluss bei der RheinEnergie, welcher Tarif zu Ihrer Anlage und Ihrem Modul gehört.

Die Grundversorgung ist ein Vergleichswert, an den niemand gebunden ist. W2 kostet bei 6.000 kWh mit Grundpreis rechnerisch 30,68 Cent je Kilowattstunde, und der Branchenverband BDEW nennt für diese Menge bei getrennter Messung am 01.10.2026 im Schnitt 29,0 Cent. Die Verbraucherzentrale NRW hat im August und September 2025 Tarife mit eigenem Zähler abgefragt. Sie lagen im Schnitt bei 24 Cent plus rund 140 Euro Grundpreis, die Spanne reichte von 20 bis 29 Cent.

Was kostet es bei Ihnen?

Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.

Modul 1 oder Modul 2: was ist in Köln günstiger?

Beim Netzentgelt allein liegt die Grenze rechnerisch bei rund 4.200 kWh Wärmepumpenstrom im Jahr, darüber ist Modul 2 günstiger. Der Vorteil bleibt klein, weil Modul 1 eine feste Pauschale bringt und Modul 2 nur 2,70 Cent je Kilowattstunde weniger kostet.

Die Spalten enthalten nur den Teil, der auf die Wärmepumpe fällt, gerechnet mit den Bruttowerten der RheinNetz für 2026. Die Verbrauchsmengen stammen aus unserer Seite zum Stromverbrauch. Die Beträge sind auf volle Euro gerundet, der Abstand kann deshalb um einen Euro abweichen.

Wärmepumpenstrom im Jahr Modul 1: 4,50 Cent je kWh minus 113,74 € Modul 2: 1,80 Cent je kWh Modul 2 günstiger um
4.412 kWh 85 € 79 € 5 €
5.882 kWh 151 € 106 € 45 €
7.353 kWh 217 € 132 € 85 €

Beispiel. Das Haus braucht 20.000 kWh Wärme, die Anlage erreicht eine Jahresarbeitszahl von 3,4 und braucht damit 5.882 kWh Strom. Mit Modul 1 fallen 265 Euro Arbeitspreis an, abzüglich der Pauschale bleiben 151 Euro. Mit Modul 2 sind es 106 Euro, also rechnerisch 45 Euro im Jahr weniger. Nicht eingerechnet sind ein mögliches Entgelt für den zweiten Zähler und der Umbau im Zählerschrank. Außerdem setzt die Rechnung voraus, dass Ihr Lieferant die Minderung voll weitergibt.

Laut Bundesnetzagentur muss er das nicht zwingend tun. Lesen Sie deshalb im Tarif nach, wo die 113,74 Euro oder die 1,80 Cent auftauchen, und fragen Sie im Zweifel schriftlich nach.

Rechnet sich ein zweiter Zähler?

Bei durchschnittlichem Verbrauch meist nicht, sagt co2online, und die Verbraucherzentrale NRW sieht die Grenze bei rund 4.000 kWh im Jahr. Mit den Kölner Preisen der RheinEnergie kommen wir auf eine ähnliche Größenordnung, solange kein Umbau am Zählerschrank dazukommt.

Hier sind die Jahreskosten für den Wärmepumpenstrom gerechnet, einmal über den vorhandenen Haushaltszähler und einmal über einen eigenen Zähler mit seinem Grundpreis. Der Grundpreis des Haushaltszählers fällt ohnehin an und steht deshalb nicht mit drin.

Wärmepumpenstrom im Jahr FairRegio auf dem Haushaltszähler FairRegio mit Modul-1-Pauschale, falls weitergegeben W2 auf eigenem Zähler Modul 1 ET auf eigenem Zähler
4.412 kWh 1.389 € 1.275 € 1.415 € 1.521 €
5.882 kWh 1.852 € 1.738 € 1.809 € 1.950 €
7.353 kWh 2.315 € 2.201 € 2.203 € 2.380 €

Gegen den Haushaltstarif ohne Minderung holt W2 den eigenen Grundpreis rechnerisch ab rund 5.000 kWh herein. Gibt der Lieferant die Pauschale auf dem Haushaltszähler weiter, wandert die Grenze auf rund 7.400 kWh. Einen eigenen Zähler mit Modul 1 ET zu betreiben, rechnet sich in dieser Tabelle in keinem Fall.

Den größten Posten beim zweiten Zähler macht der Zählerschrank aus. Sein Umbau kostet laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz im Median 2.966 Euro, die Spanne reicht von 350 bis 7.765 Euro (Auswertung 07/2026, Angebote aus Rheinland-Pfalz). Bei den 45 Euro aus dem Beispiel oben käme der Median rechnerisch erst nach rund 66 Jahren herein, also gar nicht. Muss der Schrank für die Wärmepumpe ohnehin neu, zählt nur noch der Aufpreis für den zweiten Platz.

Deshalb gehört das Zählerkonzept vor den Vertrag, und in 90 % der ausgewerteten Angebote steht dazu nichts. Worauf Sie dort achten, steht unter Angebot prüfen. Mit einer Solaranlage kommt eine weitere Frage dazu, denn hängt die Wärmepumpe an einem eigenen Zähler, muss das Konzept regeln, wie der Solarstrom zu ihr gelangt.

Lohnt sich Modul 3 mit seinen Zeitfenstern?

Bei gleichmäßigem Lauf bringt Modul 3 rechnerisch rund 26 Euro im Jahr zusätzlich zur Pauschale aus Modul 1. Mehr wird es nur, wenn die Anlage ihren Strom gezielt in die Nacht legen kann. In Köln gelten die Zeitstufen in allen vier Quartalen gleich.

Zeitstufe Uhrzeit Netzentgelt brutto
Niedertarif 23:45 bis 5:45 Uhr 1,34 Cent je kWh
Standardtarif übrige Zeit 4,50 Cent je kWh
Hochtarif 17:00 bis 19:30 Uhr 7,90 Cent je kWh

Beispiel. Die Anlage läuft Tag und Nacht gleich stark, und der Tag hat 2,5 Stunden Hochtarif, 6 Stunden Niedertarif und 15,5 Stunden Standardtarif. Im Mittel ergibt das 4,06 Cent, also 0,44 Cent unter dem Standard und bei 5.882 kWh rund 26 Euro im Jahr. Angenommen, die Regelung legt 40 % des Stroms in die Nacht und nur 5 % in den Abend, dann sind es 3,41 Cent und rund 64 Euro.

Dafür brauchen Sie ein intelligentes Messsystem und einen Lieferanten, der die Zeitstufen im Tarif weitergibt. Unter den vier Tarifen der Grundversorgung trägt keiner dieses Modul im Namen, und die Kosten der Technik trägt der Betreiber der Anlage. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe läuft in der kalten Nacht außerdem schlechter als am Nachmittag, und das steckt in der Rechnung nicht drin.

Darf die RheinNetz meine Wärmepumpe drosseln?

Ja, bei einem Netzengpass auf bis zu 4,2 kW, und das betrifft nur die Wärmepumpe, nicht Ihren Haushaltsstrom. Das gilt für Wärmepumpen über 4,2 kW Anschlussleistung, die seit 01.01.2024 errichtet wurden. Vorbeugend darf der Netzbetreiber höchstens 2 Stunden am Tag und höchstens 24 Monate lang eingreifen.

Bei vielen Ein- und Zweifamilienhäusern reichen die 4,2 kW laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz für den Normalbetrieb. Bei Anlagen über 11 kW bleibt nach den Regeln der Bundesnetzagentur eine Mindestleistung von 40 % der Anschlussleistung. Wie viel Wärme Ihr Haus in einer solchen Phase noch bekommt, prüfen wir bei der Heizlast mit. Die Anmeldung bei der RheinNetz läuft über den Elektrofachbetrieb, und das erledigen wir beim Einbau mit.

Was gilt für Wärmepumpen, die vor 2024 eingebaut wurden?

Für sie gelten Bestandsschutz bis 31.12.2028 und die Sperrfenster ihres Stromtarifs. Mit einer Steuerungsvereinbarung wird die Anlage ab 01.01.2029 in die neue Regel überführt, ohne Vereinbarung bleibt sie ausgenommen. Sobald das Gerät getauscht wird, entfällt der Bestandsschutz, auch beim Tausch gegen ein baugleiches.

Wer heute noch Sperrzeiten hat, muss die Leistung dafür mitrechnen, nach der Regel Heizlast × 24 ÷ (24 − Sperrstunden). Bei 12 kW Heizlast und dreimal 2 Stunden Sperre am Tag braucht das Gerät 16 kW. Bis 2 Stunden am Tag ist kein Zuschlag nötig. Beim Tausch lohnt der Blick darauf, weil das neue Gerät ohne Sperrfenster kleiner ausfallen kann.

Bringen Sie zum ersten Termin Ihre letzte Stromabrechnung mit und ein Foto vom Zählerschrank. Damit sehen wir, ob ein zweiter Zählerplatz überhaupt passt, und rechnen die Module für Ihren Verbrauch. Der Termin selbst kostet nichts, und das Foto können Sie schon vorher über das Formular oder an kontakt@waermepumpe-in-koeln.de schicken.

Hände sortieren leere Blätter in einen Aktenordner, daneben geschlossenes Notebook, Kugelschreiber und Tasse

Häufige Fragen

Was kostet Wärmepumpenstrom bei der RheinEnergie?

26,79 Cent je Kilowattstunde und 233,43 Euro Grundpreis im Jahr nennt das Preisblatt 2026 der Grundversorgung für den Tarif W2, brutto. Der Tarif Modul 1 ET liegt bei 29,19 Cent und demselben Grundpreis. Der Haushaltstarif FairRegio kostet zum Vergleich 31,48 Cent und 277,33 Euro.

Brauche ich für die Wärmepumpe einen zweiten Zähler?

Nein, für Modul 1 ist kein neuer Zähler nötig, die Minderung gilt auf dem vorhandenen Anschluss. Einen eigenen Zähler verlangt nur Modul 2. Ob sich der rechnet, hängt an Ihrem Verbrauch und daran, ob der Zählerschrank dafür umgebaut werden muss.

Ab wie viel Kilowattstunden lohnt sich Modul 2 bei RheinNetz?

4.200 kWh Wärmepumpenstrom im Jahr sind es rechnerisch, wenn man nur die Netzentgelte 2026 vergleicht. Darüber ist Modul 2 günstiger als Modul 1. Die Kosten für den zweiten Zähler und einen Umbau des Zählerschranks kommen noch dazu und schieben die Grenze nach oben.

Wie viel spart Modul 1 in Köln?

113,74 Euro brutto im Jahr zieht die RheinNetz 2026 vom Netzentgelt ab, unabhängig vom Verbrauch. Beim Kunden kommt das nur an, wenn der Lieferant die Minderung weitergibt. Zwingend ist das laut Bundesnetzagentur nicht, fragen Sie also vor dem Abschluss nach.

Darf der Netzbetreiber meine Wärmepumpe abschalten?

Nein, er darf sie bei einem Netzengpass nur auf bis zu 4,2 kW herunterregeln. Ihr Haushaltsstrom ist davon nicht betroffen. Bei vielen Ein- und Zweifamilienhäusern reicht diese Leistung für den Normalbetrieb, sagt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Wann ist das Netzentgelt im Modul 3 am niedrigsten?

23:45 bis 5:45 Uhr gilt in Köln der Niedertarif mit 1,34 Cent je Kilowattstunde. Von 17:00 bis 19:30 Uhr kostet das Netzentgelt 7,90 Cent, in der übrigen Zeit 4,50 Cent. Modul 3 gibt es nur zusammen mit Modul 1 und einem intelligenten Messsystem.

Gilt § 14a auch für meine alte Wärmepumpe?

Nein, solange sie vor dem 01.01.2024 errichtet wurde und Sie nichts ändern. Bestandsanlagen behalten ihren Bestandsschutz bis 31.12.2028, und ohne Steuerungsvereinbarung bleiben sie ausgenommen. Bei einem Austausch entfällt der Schutz.

Kann ich Modul 1 und Modul 2 kombinieren?

Nein, die Bundesnetzagentur schließt das aus. Sie nehmen entweder die Pauschale auf dem gemeinsamen Anschluss oder den niedrigen Arbeitspreis auf dem eigenen Zähler. Mit Modul 1 lässt sich nur Modul 3 verbinden.

Ist die Grundversorgung für Wärmepumpenstrom teuer?

30,68 Cent je Kilowattstunde kostet der Tarif W2 bei 6.000 kWh rechnerisch mit Grundpreis, der Branchenverband BDEW nennt für dieselbe Menge im Schnitt 29,0 Cent. Die Verbraucherzentrale NRW fand 2025 für Tarife mit eigenem Zähler im Schnitt 24 Cent plus rund 140 Euro Grundpreis. Ein Vergleich vor dem Abschluss lohnt sich also.

Muss ich die Wärmepumpe selbst bei RheinNetz anmelden?

Nein, die Anmeldung bei der RheinNetz läuft über den Elektrofachbetrieb. Wir kümmern uns darum, wenn wir die Anlage einbauen. Die Wahl des Moduls klären wir vorher mit Ihnen, weil davon abhängt, ob ein zweiter Zählerplatz gebraucht wird.

Zwei Personen am Eichentisch über einem Grundriss, nur Hände zu sehen, mit Bleistift, Zollstock und Kaffeetasse
Unverbindlich, Antwort innerhalb eines Werktags

Wärmepumpe für Ihr Haus in Köln

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