Reicht die Leistung im Kölner Winter?
Ja, wenn die Anlage auf die Norm-Außentemperatur Ihrer Postleitzahl ausgelegt ist, und die liegt in Köln bei −7,0 bis −8,7 °C (BWP-Klimakarte nach DIN/TS 12831-1). Das Jahresmittel 1991 bis 2020 liegt bei 10,7 °C, einzelne Tage werden aber kälter. Für Köln/Bonn nennt der DWD diese Tiefstwerte.
| Jahr |
Tiefster Wert Köln/Bonn |
| 2021 |
−12,6 °C |
| 2022 |
−13,8 °C |
| 2023 |
−8,0 °C |
| 2024 |
−10,6 °C |
| 2025 |
−8,2 °C |
An solchen Tagen hilft der Heizstab aus. Im Feldtest des Fraunhofer ISE hatten 84 % der Anlagen einen, bei Außenluft-Geräten machte er im Mittel aber nur rund 1,3 % der elektrischen Arbeit aus. Wer die Anlage deutlich unter der Norm-Temperatur auslegt, kauft ein zu großes Gerät, und laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und Fraunhofer ISE sind ohnehin viele Anlagen überdimensioniert.
Bei feuchter Luft um den Gefrierpunkt vereist der Wärmetauscher im Außengerät, und das Gerät taut ihn zwischendurch ab. Das Tauwasser läuft über denselben frostfreien Ablauf wie das Kondensat.
Was die Vorlauftemperatur im Winter ausmacht
Ein 9-kW-Gerät erreicht laut Datenblatt bei −7 °C Außenluft und 35 °C Vorlauf einen COP von 2,63, bei 55 °C Vorlauf nur noch 1,80. Der COP gibt an, wie viel Wärme in diesem Moment je Kilowattstunde Strom entsteht. Je Grad weniger Vorlauf sinkt der Strombedarf um 2 bis 4 %, mehr dazu unter Heizkörper und Vorlauf.
Über das ganze Jahr zählt die Jahresarbeitszahl, also Wärme je Kilowattstunde Strom im Jahresmittel. Im Feldtest kamen 49 Außenluft-Anlagen im Mittel auf 3,4, in einer Spanne von 2,6 bis 4,9. Der Winter der Auswertung war mild, und unsanierte Häuser waren keine eigene Gruppe, deshalb lässt sich der Wert nicht auf jedes Haus übertragen.