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Heizungstechnik für Kölner Häuser

Wärmeplanung Köln: Was der Wärmeplan für Ihr Haus bedeutet

Der Rat hat den Kölner Wärmeplan am 12.05.2026 beschlossen, verbindlich ist er für Hausbesitzer nicht. Die Fernwärme deckt rund 18 % des Wärmebedarfs, nach dem Ausbau höchstens rund 30 %.

oder per E-Mail: kontakt@waermepumpe-in-koeln.de

Der Kölner Wärmeplan ist unverbindlich. Der Rat hat ihn am 12.05.2026 beschlossen (Vorlage 3541/2025), und daraus folgt für Hausbesitzer weder ein Anspruch auf Fernwärme noch ein Anschlusszwang. Die drei Fernwärmenetze der RheinEnergie decken rund 18 % des Kölner Wärmebedarfs, auch nach dem Ausbau höchstens rund 30 %. Für den größeren Teil der Stadt ist also keine Fernwärme zu erwarten.

Eine Frist für Ihre Heizung ergibt sich aus dem Beschluss ebenfalls nicht, die 65-Prozent-Pflicht ist mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz entfallen. Nützlich ist der Plan für eine andere Frage, nämlich ob in Ihrer Straße noch ein Wärmenetz zu erwarten ist oder ob Sie selbst eine Lösung brauchen. Fortgeschrieben wird er alle 5 Jahre.

Was sieht der Wärmeplan in meinem Stadtbezirk vor?

In Porz sind nach unserer Auswertung rund 90 % dezentrale Versorgung vorgesehen, in der Innenstadt rund 60 % Wärmenetz. Eine Liste nach Stadtteilen enthält der Bericht nicht, deshalb haben wir Karte 36 selbst ausgezählt und auf 5 Prozentpunkte gerundet. Netz steht für Bestand und Erweiterung, Eignung für das Wärmenetz-Eignungsgebiet und dezentral für das Gebiet, in dem jedes Haus seine eigene Heizung braucht.

Gestapelte Balken je Kölner Bezirk mit den Anteilen Wärmenetz, Eignungsgebiet und dezentral nach Karte 36

Stadtbezirk Netz Eignung Dezentral Unterschiede im Bezirk, nach unserer Auswertung
Innenstadt 60 % 20 % 15 % Altstadt-Nord und Altstadt-Süd liegen mit 90 und 80 % fast ganz im Netzgebiet.
Rodenkirchen 10 % 15 % 70 % Hahnwald, Immendorf und Meschenich sind vollständig dezentral.
Lindenthal 5 % 25 % 70 % Braunsfeld hat 80 % Eignung, Widdersdorf ist zu 95 % dezentral.
Ehrenfeld 15 % 40 % 40 % Ehrenfeld und Neuehrenfeld haben je 70 % Eignung, Vogelsang ist zu 95 % dezentral.
Nippes 5 % 35 % 55 % Der Stadtteil Nippes hat 80 % Eignung, Longerich und Bilderstöckchen sind zu 85 % dezentral.
Chorweiler 15 % 0 % 80 % Seeberg liegt zu 85 % im Netzgebiet, der Stadtteil Chorweiler zu 45 %.
Porz 0 % 10 % 90 % Grengel, Lind, Libur und Langel sind vollständig dezentral.
Kalk 15 % 20 % 70 % Rath/Heumar und Brück sind zu 95 % dezentral, Neubrück liegt zu 95 % im Netzgebiet.
Mülheim 10 % 20 % 70 % Dellbrück, Höhenhaus, Dünnwald und Flittard liegen über 90 % dezentral.

Die Zeilen ergeben nicht immer 100 %, weil wir aus einem Kartenbild gezählt haben und schraffierte Mischgebiete und Prüfgebiete nicht erfasst sind. Die Werte sind keine Aussage der Stadt, und für eine einzelne Adresse zählt nur die amtliche Karte.

Was bedeuten die Gebietsarten im Wärmeplan?

Mit den Gebietsarten sagt die Stadt, welche Versorgung sie für einen Baublock für wahrscheinlich hält, also für eine von Straßen umschlossene Häusergruppe. Gebaut ist damit noch nichts. Für Sie als Eigentümer ergibt sich daraus vor allem, wen Sie zuerst fragen.

Gebietsart Was dahintersteht Was wir Ihnen raten
Wärmenetz-Bestand und -Erweiterung Ein Netz liegt in der Nähe oder ist als Erweiterung vorgesehen. Bei der RheinEnergie konkret anfragen, laut Bericht sind die Kapazitäten oft begrenzt.
Wärmenetz-Eignungsgebiet Ein Netz kommt in Frage, der Netzbau ist aber nicht verbindlich. Termin und Preis erfragen und parallel die Wärmepumpe durchrechnen.
Eignung mit dezentraler Versorgung Beides bleibt im Plan möglich. Wie beim Eignungsgebiet vorgehen, die eigene Heizung ist hier der nähere Weg.
Dezentrale Versorgung Ein Wärmenetz ist laut Bericht sehr unwahrscheinlich. Die eigene Heizung planen, in den meisten Häusern eine Wärmepumpe.
Prüfgebiet, Neubaugebiet, Sondernutzung Die Einstufung ist offen oder ein Sonderfall. Die Karte ansehen und die Wärmeplanung der Stadt fragen.

Im Bericht heißt es zu Bestandsgebieten ausdrücklich, dass man konkret anfragen soll. Ein Eintrag in der Karte ersetzt also keine Auskunft über den Hausanschluss.

Muss ich warten, wenn mein Haus im Eignungsgebiet liegt?

Nein, Sie können dort jederzeit eine Wärmepumpe einbauen, weil der Plan keine Heizung vorschreibt. Warten lohnt sich aus unserer Sicht nur, wenn die RheinEnergie Ihnen für Ihre Straße einen Termin und einen Preis nennt.

Eher lohnt sich das Warten dort, wo ein Außengerät schwer unterzubringen ist. Sehr hohe Wärmedichte nennt der Bericht für Ehrenfeld, Nippes und Sülz, also viel Wärmebedarf auf wenig Fläche. In solchen Blöcken prüfen wir zuerst den Schall am Nachbarfenster und den Platz im Hof. Passt beides nicht, lohnt sich für dieses Haus zuerst die Anfrage bei der RheinEnergie.

Beim Warten sollten Sie die Förderung mitrechnen, denn der Klimageschwindigkeitsbonus richtet sich nach dem Antragsdatum und sinkt in Stufen. Die Stufen stehen bei der Förderung. Städtische Mittel gibt es dafür nicht, die Stadt nimmt keine neuen Anträge an, weil das Budget 2026 ausgeschöpft ist.

Was kostet Fernwärme in Köln im Vergleich?

Fernwärme kostet bei der RheinEnergie 9,45 ct/kWh, dazu 0,72 ct/kWh CO₂-Preis und 76,84 € je kW Anschlussleistung im Jahr, jeweils brutto für die Zeit vom 01.10.2026 bis 31.03.2027. Im Beispiel unten liegt sie damit unter Gas und über einer gut laufenden Wärmepumpe.

Beispiel. Einfamilienhaus mit 20.000 kWh Gasverbrauch, also 18.000 kWh Wärme bei 90 % Kesselnutzung. Für die Fernwärme nehmen wir 8 kW Anschlussleistung an, das ist der obere Wert der Faustregel für diesen Verbrauch. Der Arbeitspreis ergibt rechnerisch 1.831 €, der Grundpreis 615 €, zusammen rund 2.450 € im Jahr.

Heizung Annahmen, Preisstand 01.10.2026 Kosten im Jahr
Gas 20.000 kWh zu 13,83 ct/kWh (BDEW) 2.770 €
Fernwärme RheinEnergie 18.000 kWh zu 10,17 ct/kWh, dazu 8 kW zu 76,84 € rund 2.450 €, rechnerisch
Wärmepumpe, Jahresarbeitszahl 3,4 5.300 kWh Heizstrom zu 29,0 ct/kWh (BDEW) 1.540 €
Wärmepumpe, Jahresarbeitszahl 2,6 6.900 kWh Strom zu 38,9 ct/kWh (BDEW) 2.690 €

In dieser Tabelle stehen nur laufende Kosten ohne Wartung. Bei der Wärmepumpe kommt der Anlagenpreis dazu, den wir bei den Kosten aufschlüsseln. Bei der Fernwärme kommt der Anschluss dazu, dessen Preis uns nicht vorliegt und den Sie bei der RheinEnergie erfragen. Bleibt die Jahresarbeitszahl niedrig, liegt die Fernwärme also auch im Betrieb vorn.

Was kostet es bei Ihnen?

Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.

Was bringt die Großwärmepumpe in Niehl für mein Haus?

Für ein Haus am Innenstadtnetz bringt sie einen anderen Wärmemix, für alle anderen Häuser ändert sie nichts. Die Anlage hat 150 MW in drei Modulen mit je 50 MW, nutzt Wärme aus dem Rhein und soll ab Herbst 2028 laufen (RheinEnergie, 23.07.2026). Am Innenstadtnetz hängen rund 3.600 Gebäude, und laut Bericht liefert die Anlage rund 30 % der Jahresmenge dieses Netzes.

Die Kölner Fernwärme kommt heute aus drei Netzen, die sich deutlich unterscheiden. Die Werte stammen aus dem Wärmeplan-Bericht und haben den Stand 2022.

Netz Trasse Anschlüsse Größter Energieträger 2022
Innenstadt 226 km 3.615 Erdgas 94 %
Nord 87 km 2.071 Braunkohle 78 %, Kessel laut Bericht im April 2025 stillgelegt
Ost 42 km 1.337 Erdgas 98 %

Dazu kommen 16 Nahwärmenetze mit rund 90 GWh. Für alle 19 Netze sieht der Bericht Transformationspläne vor, also Pläne für den Weg weg von fossilen Brennstoffen. Das Netz Nord versorgt Teile von Chorweiler, das Netz Ost nennt der Bericht für Merheim und Neubrück.

Reicht eine Wärmepumpe dort, wo keine Fernwärme hinkommt?

Für die meisten Häuser ja, denn laut Bericht liegen rund 80 % der Kölner Baublöcke bei der Luft-Wärmepumpe über 75 % Deckung, gemessen am Wärmebedarf des Blocks. Als Standard gilt dort die Aufstellung vor dem Gebäude. Wo das nicht geht, nennt der Bericht Schallschutz, eine Aufstellung auf dem Dach oder Flachdach und ein gemeinsames Gebäudenetz, und die Luft-Wärmepumpe selbst bezeichnet er als „Rückfall-Option“.

Grundwasser und Erdwärme reichen nicht überall. Beim Grundwasser kommt der Bericht auf rund 55 % der Baublöcke mit mindestens 75 % Deckung, die dichte Innenstadt zählt nicht dazu. Bei Erdsonden sind weite Teile nicht bedarfsdeckend, weil die Sonden in Köln in der Regel nur 20 bis 35 m tief reichen und viel Fläche brauchen.

Dass sich beides nicht ausschließt, sieht man an der Stegerwaldsiedlung in Mülheim. Dort laufen Luft-Wasser-Wärmepumpen, die Spitzenlast deckt die Fernwärme.

Im Szenario des Berichts bestimmt Erdgas 2030 noch knapp 6.000 Baublöcke, 2035 unter 4.000 und 2040 rund 1.000. 2045 heizen außerhalb des Kerns dann meist Wärmepumpen. Das ist eine Modellrechnung mit rund 5 % Heizungstausch je Jahr und keine Vorgabe für Ihr Haus.

Punkthochhäuser der 1970er Jahre in einer Grünanlage, davor niedrigere Reihenhäuser mit Gärten

Wo sehe ich die amtliche Karte für meine Adresse?

Die Karte steht bei der Stadt, in den Unterlagen zur Kommunalen Wärmeplanung als Karte 36 der Anlage 5. Ob an Ihrer Adresse heute schon Fernwärme anliegt, prüfen Sie über die Adresskarte der RheinEnergie.

In den Fragen und Antworten der Stadt und im Bericht steht teils noch GEG. Der Bericht stammt vom 14.01.2026, das neue Gesetz gilt erst seit dem 29.07.2026.

Welche Wärmepläne gelten im Umland?

Außerhalb von Köln gilt der Plan der jeweiligen Stadt, und der Stand ist sehr verschieden. In der Tabelle steht, was wir am 05.11.2026 belegen konnten.

Stadt Stand des Wärmeplans
Leverkusen Rat am 18.05.2026, Abschlussbericht online.
Bergisch Gladbach Rat am 10.12.2024, Machbarkeitsstudien für Wärmenetze in Innenstadt, Frankenforst und Bensberg.
Pulheim Rat am 14.07.2026.
Hürth Läuft noch, ein Beschluss des Rats liegt uns nicht vor.
Brühl Rat am 07.07.2025, Fernwärme soll im Quartier an der alten Zuckerfabrik und im Brühler Süden wachsen.
Frechen In Arbeit, einen Ratsbeschluss konnten wir nicht belegen.
Dormagen Planungsausschuss am 01.07.2025, interaktive Karte mit Steckbriefen für 20 Teilgebiete.
Troisdorf Pflicht bis 30.06.2028, intensive Arbeit seit Juli 2026.

Die Kölner Prozentwerte gelten dort nicht, auch wenn die Stadtgrenze nur wenige Straßen entfernt liegt.

Was wir für Ihre Adresse nachsehen

Nennen Sie uns Ihre Adresse und legen Sie die letzte Gasabrechnung bereit. Wir sehen dann in der Karte nach, welches Gebiet bei Ihnen gilt, und rechnen im ersten Termin, der nichts kostet, die Wärmepumpe für Ihr Haus durch. Die Adresse können Sie uns über das Formular schicken oder an kontakt@waermepumpe-in-koeln.de.

Häufige Fragen

Muss ich mich in Köln an die Fernwärme anschließen?

Nein. Der Kölner Wärmeplan vom 12.05.2026 enthält weder einen Anschluss- noch einen Benutzungszwang. Sie entscheiden selbst über Ihre Heizung.

Habe ich Anspruch auf einen Fernwärmeanschluss, wenn mein Haus im Netzgebiet liegt?

Nein, aus dem Plan folgt kein Anspruch auf Anschluss. Im Bestandsgebiet sollten Sie konkret bei der RheinEnergie anfragen, denn laut Bericht sind die Kapazitäten dort oft begrenzt.

Nennt der Wärmeplan einen Termin für meine Straße?

Nein, der Netzbau ist nicht verbindlich, und der Plan wird nur alle 5 Jahre fortgeschrieben. Einen belastbaren Termin kann Ihnen nur der Netzbetreiber nennen.

Wie viel von Köln wird mit Fernwärme versorgt?

18 % des Wärmebedarfs decken die drei Netze der RheinEnergie heute, auch nach dem Ausbau höchstens rund 30 %. Der größere Teil der Stadt bleibt damit ohne Fernwärme.

Was kostet Fernwärme bei der RheinEnergie?

9,45 ct/kWh plus 0,72 ct/kWh CO₂-Preis und ein Grundpreis von 76,84 € je kW im Jahr, jeweils brutto für die Zeit vom 01.10.2026 bis 31.03.2027. Anschlusskosten sind darin nicht enthalten.

Wie groß ist die Großwärmepumpe in Niehl?

150 MW, aufgeteilt auf drei Module mit je 50 MW, die Wärme aus dem Rhein nutzen. Die RheinEnergie nennt den Betrieb ab Herbst 2028, angeschlossen ist das Innenstadtnetz.

Darf ich im Wärmenetz-Eignungsgebiet eine Wärmepumpe einbauen?

Ja, der Plan ist unverbindlich und schließt keine Heizung aus. Warten lohnt sich aus unserer Sicht nur, wenn für Ihre Straße ein Termin und ein Preis vorliegen.

Kommt in Porz Fernwärme?

Nein, damit ist für den größten Teil von Porz nicht zu rechnen. Nach unserer Auswertung von Karte 36 sind rund 90 % des Bezirks dezentrales Versorgungsgebiet, Netzgebiet ist praktisch nichts davon.

Muss ich wegen des Wärmeplans meine Gasheizung tauschen?

Nein, aus dem Ratsbeschluss ergibt sich keine Pflicht für Ihre Heizung. Auch die frühere 65-Prozent-Pflicht ist seit dem 29.07.2026 entfallen.

Wird der Kölner Wärmeplan noch geändert?

Ja, die Stadt schreibt ihn alle 5 Jahre fort. Gebietseinteilungen können sich dabei ändern, deshalb gilt immer die aktuelle Karte der Stadt.

Zwei Personen am Eichentisch über einem Grundriss, nur Hände zu sehen, mit Bleistift, Zollstock und Kaffeetasse
Unverbindlich, Antwort innerhalb eines Werktags

Wärmepumpe für Ihr Haus in Köln

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