Ja, eine Wärmepumpe kann kühlen. Ein umkehrbares Gerät kühlt aktiv, und Anlagen mit Sole oder Wasser als Quelle können passiv kühlen (Verbraucherzentrale, Bundesverband Wärmepumpe, co2online). Die Oberflächen im Raum bleiben dabei bei mindestens 20 °C, weil sich darunter Tauwasser bilden kann.
Eine Klimaanlage wird die Wärmepumpe dadurch nicht, denn sie kühlt über dieselben Rohre und Flächen, die im Winter heizen. Ob sich das lohnt, hängt in den meisten Kölner Häusern an der Heizfläche. 47 % der Gebäude mit Wohnraum stammen aus den Jahren 1949 bis 1978 (Stadt Köln, Jahrbuch), und dort hängen in der Regel Heizkörper.
| Aktive Kühlung | Passive Kühlung | |
|---|---|---|
| Geht mit | umkehrbarem Gerät, bei Luftgeräten der einzige Weg | nur Sole oder Wasser als Quelle |
| Verdichter | läuft, der Kältekreis arbeitet umgekehrt | bleibt aus, nur Pumpen laufen |
| Wohin die Wärme geht | über das Außengerät nach draußen | ins Erdreich oder ins Grundwasser |
| Strom | Verdichter, Pumpen, Regelung | Pumpen und Regelung |
| Kühlleistung | höher | kleiner, hängt an der Temperatur der Quelle |
| Geräusch draußen | Außengerät läuft auch im Sommer | kein Außengerät |
| Oberfläche im Raum | mindestens 20 °C | mindestens 20 °C |
| Taupunktwächter | nötig | nötig |
Beide Verfahren laufen über das Wasser im Heizsystem, deshalb gilt die Grenze am Taupunkt für beide gleich.

