Eine Wärmepumpe lohnt sich, wenn ohnehin eine neue Heizung ansteht, die Anlage eine Jahresarbeitszahl von rund 3,4 erreicht und der Zuschuss greift. Dann liegt sie gegenüber einer neuen Gasheizung über 18 Jahre rechnerisch rund 15.000 Euro vorn. Läuft sie dagegen nur mit 2,6 und über Haushaltsstrom, liegt sie rund 5.700 Euro hinten. Beide Fälle kommen vor, und deshalb rechnen wir beide durch.
Die Jahresarbeitszahl (JAZ) gibt an, wie viel Wärme im Jahresmittel je Kilowattstunde Strom entsteht. Der Feldtest des Fraunhofer ISE hat bei 49 Luft-Wasser-Anlagen im Bestand im Mittel 3,4 gemessen, die Spanne reichte von 2,6 bis 4,9. Der Winter im Auswertungsjahr 2024 war mild, und unsanierte Häuser waren keine eigene Gruppe.
Im laufenden Betrieb gehen die Werte je nach Anlage und Tarif weit auseinander, und die Abstände in der letzten Spalte sind gerechnet.
| Fall im Jahr, ohne Wartung | Gas | Wärmepumpe | Abstand |
|---|---|---|---|
| Heizspiegel 2026, Haus mit 130 m² | 1.930 € | 1.300 € | 630 € |
| 20.000 kWh Gas, JAZ 3,4, Heizstrom 29,0 Cent | 2.770 € | 1.540 € | rund 1.230 € |
| 20.000 kWh Gas, JAZ 2,6, Haushaltsstrom 38,9 Cent | 2.770 € | 2.690 € | rund 80 € |
| 2.000 Liter Öl, JAZ 3,0, Heizstrom 29,0 Cent | 3.380 € | 1.740 € | rund 1.640 € |
Wir rechnen mit den Preisen des Branchenverbands BDEW vom 01.10.2026, mit Heizöl zu rund 169 Euro je 100 Liter am 16.10.2026 und mit angenommenen 90 % Kesselnutzung. Der Heizspiegel, den der ADAC wiedergibt, ist ein Durchschnitt und kein bestimmtes Haus. Den Rechenweg finden Sie im Heizkostenvergleich.
