Reine Wärmepumpe oder Hybrid: ein Reihenhaus in Nippes durchgerechnet
Beispiel. Reihenhaus in Nippes, Baujahr 1925, selbst bewohnt, 20.000 kWh Gas im Jahr, Gasheizung mindestens 20 Jahre vor dem Antrag in Betrieb, Antrag bis 31.01.2027. Beim Test bleiben zwei Zimmer kalt. Sicherheitshalber nehmen wir an, dass 5 Heizkörper getauscht werden, und bei der Hybridheizung, dass 30 % Grundförderung auf den Höchstbetrag anerkannt werden.
| Rechnung |
Reine Wärmepumpe |
Hybridheizung |
| Anlage laut Marktumfrage |
36.000 € |
ca. 49.000 € |
| 5 Heizkörper zum Median |
rund 3.210 € |
nicht nötig |
| Zuschuss, rechnerisch |
12.880 € bei 46 % |
8.400 € bei 30 % |
| Ihr Anteil, rechnerisch |
26.330 € |
40.600 € |
Nach Zuschuss liegt die Hybridheizung rechnerisch 14.270 € höher. Das BBSR setzt für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe rechnerisch 18 Jahre Nutzungsdauer an. Über diese Zeit müsste die Hybridheizung rund 790 € im Jahr im Betrieb einsparen, die zweite Wartung noch nicht eingerechnet.
Das gelingt in diesem Haus nicht. Das Gas kostet hier 2.770 € im Jahr. Die reine Wärmepumpe kommt bei einer Jahresarbeitszahl von 3,4 und Heizstrom auf rund 1.540 €, im ungünstigen Fall mit 2,6 und Haushaltsstrom auf rund 2.690 €. Angenommen sind 90 % Kesselnutzung, die Wartung ist nicht eingerechnet.
Im günstigen Fall ist die Wärmepumpe allein schon billiger als jede Mischung, und im ungünstigen liegen Gas und Strom nur rund 80 € auseinander. Mit dem Kessel lassen sich hier also keine 790 € im Jahr einsparen.
Anders wird die Rechnung, wenn sich die Heizkörper nicht tauschen lassen und der Vorlauf deshalb hoch bleibt. Dann vergleichen wir die Hybridheizung mit einer Erdwärmepumpe und mit der reinen Luft-Wasser-Wärmepumpe bei diesem Vorlauf.